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Die Orgel in St. Marien Die Geschichte der Späth-Orgel In der Marienkirche steht seit kurzem eine neue Orgel der Firma Späth aus Freiburg. Sie hat 35 Register auf drei Manualen und Pedal. Durch eine großartige Spendenaktion des Orgelbauvereins an St. Marien wurden innerhalb von 9 Jahren fast 500.000 Euro gesammelt, um dieses Projekt zu finanzieren. Warum hat Marien sich diese Orgel geleistet? Es gibt dafür mehrere Gründe: Kein Instrument verfügt über eine ähnlich lange und schillernde Geschichte wie die Orgel. Sie galt lange Zeit nicht umsonst als "Königin der Instrumente". An keinem anderen Instrument versuchten sich die Handwerker immer weiter an technischer Komplexität und künstlerischer Perfektion zu übertreffen. Für Architekten war die Gestaltung des Orgelprospektes eine der reizvollsten Aufgaben beim Kirchenbau. Die Spieler der Orgel galten immer als die am ganzheitlichsten gefragten Musiker, viele bedeutende Komponisten schrieben ihre inhaltlich tiefstgehenden Werke für die Orgel. Mit der zunehmenden kirchlichen Entfremdung der Gesellschaft ist die Pflege der Orgelkultur in ernsthafte Gefahr geraten. Kaum eine Kirchengemeinde kann noch das Geld für die Pflege ihrer Orgel aufbringen, an Neubauten ist kaum zu denken. Viele bedeutende Orgelbaufirmen mussten bereits Konkurs anmelden. Noch schlimmer steht es um den Organistennachwuchs: Da die Kirche zunehmend weniger sichere Stellen für Kantoren anbieten kann, erlernen immer weniger begabte junge Menschen das Orgelspielen. Mit dem Verlust großer Virtuosen geht aber auch ein Verlust an Literatur einher, denn die großen Stücke der Orgelmusik sind nur von Organisten spielbar, die sich ganz dem Orgelspielen verschreiben. Seitdem die neue Orgel in St. Marien steht, haben es sich die in Minden wirkenden Kirchenmusiker zur Aufgabe gemacht, diese Entwicklung aufzuhalten.
Disposition I. Manual, Hauptwerk, C-g''' 1) Bourdon 16' 2) Prinzipal8' 3) Rohrflöte8' 4) Salicional8' 5) Oktave4' 6) Spitzflöte4' 7) Quinte 8) Superoktave2' 9) Mixtur 5f 10) Cornett 5f 11) Fagott 16' 12) Trompete 8' Tremulant
II. Manual, Schwellwerk I, C-g''' 13) Geigenprinzipal8' 14) Holzflöte8' 15) Viola da Gamba8' 16) Vox coelestis 17) Fugara4' 18) Flauto dolce4' 19) Nazard 20) Flageolett2' 21) Tierce 22) Plein jeu 3-5f 23) Scharf 4f 24) Vox humana8' Tremulant
III. Manual, Schwellwerk II, C-g''' 25) Flûte harmonique8' 26) Bourdon8' 27) Flûte octaviante4' 28) Octavin2' 39) Trompette harm. 30) Hautbois 31) Clairon4' Tremulant Octaves graves
Pedal C-f' Register ohne Nummerierung sind Transmissionen aus dem Hauptwerk 32) Prinzipal16' Bourdon16' Rohrflöte8' Salicetbass8' Oktave8' Fagott16' Trompete8' 33) Subbass16' 34) Oktave4' 35) Posaune16'
Koppeln und Spielhilfen: II/I; III/I; III/II; I/P; II/P; III/P; Sub SW II Setzer 512- fach; verdoppelbar mit Schlüsselschalter Schweller als Tritt und Zug Crescendo als Walze und Zug Druckpunktminderer für die Manuale
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